Landfrauen geben Gas

300 Besucherinnen kamen zum Bezirkslandfrauentag

 

Aktiv, schwungvoll und ideenreich, so beschrieb Susanne Bode, Vorsitzende des Bezirksvereins Hofgeismar, die Landfrauen. Rund 300 von ihnen hatten sich in der Stadthalle Hofgeismar zum Bezirkstag versammelt. Mit landesweit 550 000 Mitgliedern sei der Verband ein großes Netzwerk das es zu stärken gelte, so Bode weiter. Zu den vielen Bereichen in die sich die Frauen aktiv einbringen, gehöre die Bildung auf politischem und gesellschaftlichem Gebiet. Entsprechend diesem selbstgewählten Auftrag hatte der Vorstand Vertreter dieser Bereiche für eine Fragerunde eingeladen. Sie wurde von Andrea May, Bildungsreferentin in der Erwachsenenbildung moderiert. Stellung nahmen: Dekan Wolfgang Heinicke,  Anna Hesse, Frauenbeauftragte im Landkreis Kassel, Bärbel Scherp, stellvertretende Vorsitzende des Hessischen LFV, Waltraud Vialon, Stadtverordnetenvorsteherin in Hofgeismar, Kreisbeigeordneter Dr. Otmar Wedekind, Kreislandwirt Reinhard Rudolf und stellvertretend für den Landrat, Uwe Koch, Amtsleiter des Öffentlichen Personenverkehrs.  

Er habe sich bei Mitarbeiterinnen umgehört und sei zu dem Schluss gekommen, dass die evangelische Kirche familienfreundliche und ziemlich krisensichere  Arbeitsplätze auf dem Land anbiete - auch für Akademikerinnen. Und sie halte eine große Zahl Kitas vor, beantwortete zum Beispiel der Dekan die Frage nach Betreuungsangeboten für Kinder und die Position der Kirche als Arbeitgeber für Frauen. Koch wies im Zusammenhang mit Linienbussen, die von Schülern überfüllt sind, und unverhältnismäßig langen Fahrzeiten auf das Beschwerdemanagement hin (Tel.: 05671/8001). Die flächendeckende Grundversorgung im Klinikbereich sei in der Region unter anderem durch die Kreiskliniken gesichert, stellte Dr. Wedekind fest. „Es sprechen mehrer Aspekte dafür, den Standort Helmarshausen zu erhalten“, so der Kreisbeigordnete. Lebensmittel, ihre Verarbeitung und die Vermittlung von Ernährungsbewußtsein an Kinder standen im Mittelpunkt der Ausführungen von Bode und Scherp. Die Landfrauen leisteten zum Beispiel mit ihren Kinderkochkursen einen entscheidenden Beitrag, stellten die Referentinnen fest. „Es ist schade, dass wir eine Frauenquote brauchen, weil sie super arbeiten“, lautete Waltraud Vialons Stellungnahme zu dem derzeit viel diskutierten Thema. Die Landfrauen seien ein gutes Beispiel dafür, so die Stadtverordnetenvorsteherin. 

Landfrauen gestalteten auch das Rahmenprogramm. Mit Gelächter reagierte das sachkundige Publikum auf den „Chor der stacheligen Landfrauen“(Verband Höxter-Warburg), die humorvoll-satirische Lieder über das Landleben zum Besten gaben. Die Vereine Trendelburg, Obermeiser und Zwergen unterhielten mit Tanzvorführungen sowie einem Singspiel „Reise durch Deutschland“. In den Händen des Ortsvereins Hofgeismar lag die Bewirtung und die Dekoration der Halle. Sie war ansprechend mit Ostersträußen sowie einer frühlingshaften Tischdekoration gemückt. 

 
Zertifikate für Agrarbürofachfrauen

Susanne Bode, Vorsitzende der Bezirkslandfrauen Hofgeismar und Lydia Schubert, Abteilungsleiterin im Amt für den ländlichen Raum überreichten während des Bezirkslandfrauentages Zertifikate für die erfolgreich abgeschlossene Schulung zur Agrarbürofachfrau an: Anna Ehrhard (Ludwigsau), Lena Ehrhard (Obertalhausen), Petra Jeppe (Hofgeismar), Rita Morell (Hofgeismar), Sabine Nadler (Söhrewald), Petra Peer-Baumann (Hofgeismar), Andrea Schneider (Grebenstein), Sonja Uffelmann (Hümme) und Sandra Uffelmann (Hümme). Die regionale Schulung wird vom Landfrauenverband Hessen, dem Landesverband Hessen für landwirtschaftliche Fortbildung und dem Landesbetrieb Landwirtschaft angeboten und vermittelt unter Anderem Kenntnisse in: Organisation, Kommunikation, Datenverarbeitung, Wirtschafts-, Arbeits- und Sozialrecht sowie Buchführung und Steuerrecht.

 

Text: Ingrid Vossen, HNA Hofgeismar

 

BilderShow von der Veranstaltung