Beduinenfrauen in der Wüste Sinai

 

Hochwertige Handarbeiten der Beduinenfrauen

von links: Andrea Putzer und Monika Porrman beim anschauen
hochwertiger Perlenstickereien der Beduinenfrauen

 
 

Leben und lieben in der Wüste Sinai

Eine Premiere gab´s in der Mehrzeckhalle Niedermeiser.  Mit der Auftaktveranstaltung der Winterseminarreihe des BezirkslandFrauenvereins Hofgeismar  zog in die Mehrzeck-halle Niedermeiser das Flair der Wüste ein.

Über 220 LandFrauen  und Gäste aus dem Altkreis Hofgeismar, folgten Andrea Nuß, studierte Kunsthistorik und Werbefotografin, in „Ein Märchen aus Tausend und einer Nacht“, einer Reise in die Welt der Sinai Beduinen.

Andrea Nuß hat sich in die Halbinsel und ihre Bewohner verliebt, das zeigten nicht nur die Bilder, sondern auch  die liebevolle Tonauswahl. Nuß unterlegte viele Bilder mit Originaltönen: Einmal waren es die Erzählstimme des Familienoberhauptes, ein anders  Mal das typische Trällern der Beduinenfrauen. Die saudi-arabische Popmusik hat Nuß ebenso aufgenommen wie die traditionelle Musik der Beduinenhochzeit.

Andrea Nuß näherte sich über die Menschen in der Wüste der Landschaft des Sinai. Das wurde mehr die  Geschichte der Gastfamilie – besonders die der Tochter Dschima, mit der die Referentin eine enge Freundschaft verbindet.  Dschima ist die Heldin dieser Bildergeschichte. Ihre Liebe zu Raschid, einem Mann aus dem Norden, war die Klammer, die  alle Teile des Vortrags dramaturgisch verband.

Die Freundschaft und Verbundenheit mit Ihrer Gastfamilie ermöglicht Andrea Nuß Einblicke in das Leben der Frauen, Einblicke in die Welt der Frauen hinter den Schleiern, die normaler Weise für westliche Besucher tabu sind.

Die Show zeigte viele Großaufnahmen von lachenden Gesichtern, aber auch viele Menschen, die durch Sonne und Hitze gegerbt sind. Mit gut in Szene gesetzten Fotos zeigte und erläuterte die Fotografin viele unterschiedliche Aspekte des Lebens in der Wüste: Das Sammeln von Brennholz etwa, das Zubereiten von Brot, das Warten auf den Regen, der nach sieben Jahren dann doch zu ersten Mal wieder fällt und die Wüste zum Leben erweckt. Weiter  Bilder des  traditionellen Kamelrennens, in deren Verlauf Männergruppen im modernen  Pickup das Kamelrennen verfolgen und am Ziel den Sieger begrüßen.

In der Pause verkaufte Nuß in der Mehrzeckhalle in Niedermeiser hochwertige Perlenstickereien, den die Beduinenfrauen hergestellt haben. Der Erlös fließt zurück an die Frauen, die mit diesen Einnahmen maßgeblich zum Familieneinkommen beitragen.

Köstliche landestypische Speisen und Getränke, zubereitet im Landgasthaus Ebert, vom Chef persönlich, erfreuten sich großer Beliebtheit. Die große Nachfrage der Rezepte, kommt der BezirkslandFrauenverein gern nach. Die Rezepte können Sie über einen Link am unteren Ende dieser Seite herunter laden.

Ein Höhepunkt nach der Pause war eine traditionelle Beduinenhochzeit, eine Hochzeit, die Männer und Frauen in getrennten Räumen feiern.  Bilder von ausgelassen lachenden, tanzenden Frauen.

Anhand ihrer Freundschaft erklärte Andrea Nuß die Familienstrukturen und Traditionen der Beduinen. Das verbindende zwischen den Menschen war, durch den Blick, den Andrea Nuß gewählt hatte, näher als das Trennende. Gerade in Zeiten, in denen die Probleme zwischen den Kulturen sehr groß sind, ist dies ein wohltuender Ansatz.

 

Bilder: Mogge, Bode

 
 

Rezepte der landestypischen Speisen und Getränke

 

BilderShow aus der Wüste Sinai

 

Diareportage mit der Fotografin Andrea Nuß

 

Diareportage mit der Fotografin Andrea Nuß 2